Mitten in Maria Enzersdorf ist eine besondere Kulturlandschaft erhalten geblieben.
Der „Rauchkogel” besteht aus Weingartenflächen in die zahlreiche Hecken, Legsteinmauern, Brachflächen, Weide und Futterwiesen, Flächen mit Obstbäumen und Bienenstöcken, Felsen, ein Trockenrasen, ein Bachlauf, alte Weingartenhütten, eine Ruine – von Fürst Liechtenstein um 1820 errichtet – sowie einige Fußwege eingebettet sind, die von der lokalen Bevölkerung und Schülern gerne für Spaziergänge genutzt werden. Viele schützenswerte Pflanzen und Tiere sind hier zuhause. Im Ortsentwicklungskonzept wurden von der Gemeinde die Absicht zur Sicherung der Naherholungsräume und die Erhaltung der landwirtschaftlich genutzten Flächen beschlossen. Wir haben im Herbst 2008 in Zusammenarbeit mit dem Biosphärenpark Wienerwald begonnen dies umzusetzen. Nach ökologischen Gesichtspunkten erhalten und pflegen wir nachhaltig mit unserer Arbeit dieses Gebiet.
Dieses Landschaftsschutzgebiet ist als Pflegezone ausgewiesen, liegt in der Biosphärenpark-Wienerwald-Gemeinde Maria Enzersdorf und umfasst eine Gesamtfläche von ca. 20 ha. Für die Naherholung und die Erhaltung der Kulturlandschaft und der damit verbundenen Artenvielfalt in Maria Enzersdorf, aber auch für die Vernetzung der Kulturlandschaft in der Region ist der Rauchkogel von großer Bedeutung. Vor allem durch die rege Siedlungstätigkeit sind in Maria Enzersdorf nur mehr wenige Kulturlandschaftsbereiche erhalten. Neben dem Weinbaubereich „Bamhartstal” ist von ehemals ausgedehnten Weingartenflächen nur noch der „Rauchkogel” als letztes zusammenhängendes Weinbau-Gebiet erhalten.
Naturschutz – die Besonderheiten am Rauchkogel:
Pflanzen:
Mauerpfeffer, Salbei, schmalblättriger Lein, Meier, Wundklee, Graslilie, Thymian, Sonnenröschen, Feld-Mannstreu, Schwalbenwurz, wilde Orchideen, Zwerg Holunder, div. Acker(un)kräuter, Klatschmohn, Melde, Gänsefuß, Steppensalbei, wilde Karotten, Glocken- / Gemüselauch, Rainfarn, Kerbelrüben, Schwarzer Holunder, Weissdorn, Schlehe, roter Hartriegel, Heckenrose,…
Tiere:
u.a. die Märzenschnecke(Turmschnecke/Zebrina detrita), östliche Bänderschnecke, Segelfalter, Zauneidechse, viele Insekten, Hummeln, Feldhase, Reh,…
Die nächsten Pflegemaßnahmen:
Steinmauern sanieren und tw. neu aufbauen (Terassierung, Landschaftselement, Tierunterschlupf und Überwinterungsplatz), Trockenrasenerweiterung durch Verhinderung des Wurzelaustriebes der entfernten Gehölze und Beweidung). Säuberung eines Steinriegels, Heckenschnitt, und Anlegen von Gehwegen.
MMag. Irene Drozdowski (Biosphärenpark Wienerwald) und Leopold Wurth bei der Pflanzen- und Schneckenbestimmung, Mag. Ines Lemberger (Biosphärenpark Wienerwald) erläutert uns schützenswerte Pflanzen. .Landwirtschaft
Viele seit Jahren brachliegende Grunstücke am Rauchkogel werden jetzt nach und nach wieder bewirtschaftet, nicht nur neue Weingärten entstehen sondern auch z.B. Streuobstgärten. Wiesen werden als Futterwiesen und Weidewiesen verwendet, Schafe, Ziegen und div. Geflügelarten sind hier als seltene Nutztierrassen zuhause!

Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Niederschlag und Blattnässe werden von unserer Wetterstation erfasst und von uns am Computer ausgewertet, damit lassen sich z.B. Pilzkrankheiten vorhersagen und wir können vorbeugend und sparsam mit biologischen Spritzmittel gegensteuern
Organisch- biologischer Weinbau:
Die wichtigsten Charakteristika der Biologischen Landwirtschaft sind das Verbot der Anwendung leicht löslicher Mineraldünger, Herbizide und systemische Pflanzenschutzmittel, die Förderung der Gesundheit und Fruchtbarkeit des Bodens durch schonende Bodenbearbeitung und die Bewirtschaftung des Weingartens unter Berücksichtigung von natürlichen Stoffkreislaufen.
Standortangepasste Bearbeitungsmaßnahmen und ein auf die Boden- und Pflanzenbedürfnisse abgestimmtes
Begrünungsmanagement (Bild: Rebgassenbegrünung) sollen in der biologischen Bewirtschaftung ein intaktes Ökosystem Boden zur Folge haben, aus dem die Pflanzen ihre Nährstoffe beziehen können. Natürliche Selbstregulierungsmechanismen sollen gefördert und Stoffkreisläufe weitgehend geschlossen werden, um widerstandsfähige Kulturpflanzen zur Traubenproduktion zu erhalten. Die Kontrolle durch eine der sieben in Österreich zugelassenen Kontrollstellen garantiert, dass die Richtlinien der EU-Verordnung und der Bio-Verbände eingehalten wurden.
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Ziel soll es sein, dieses Gebiet respektvoll zu erleben, die Kulturlandschaft mit den BewirtschafterInnen gemeinsam zu nutzen, zu pflegen und die hier gewachsenen Lebensmittel und Produkte bewusst zu konsumieren. Die Vermarktung der hier gewachsen regionalen Produkte sichert den Bestand der, für die Region so wertvollen, Weinbaulandschaft.

Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Niederschlag und Blattnässe werden von unserer Wetterstation erfasst und von uns am Computer ausgewertet, damit lassen sich z.B. Pilzkrankheiten vorhersagen und wir können vorbeugend und sparsam mit biologischen Spritzmittel gegensteuern
Begrünungsmanagement (Bild: Rebgassenbegrünung) sollen in der biologischen Bewirtschaftung ein intaktes Ökosystem Boden zur Folge haben, aus dem die Pflanzen ihre Nährstoffe beziehen können. Natürliche Selbstregulierungsmechanismen sollen gefördert und Stoffkreisläufe weitgehend geschlossen werden, um widerstandsfähige Kulturpflanzen zur Traubenproduktion zu erhalten. Die Kontrolle durch eine der sieben in Österreich zugelassenen Kontrollstellen garantiert, dass die Richtlinien der EU-Verordnung und der Bio-Verbände eingehalten wurden.



